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Maison Bornibus

Citrons confits – Salzzitronen

Ganze Zitronen in Salzlake — die Schale würzt Tajine und Schmortopf

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Citrons confits von Bornibus. Ganze Zitronen in Salzlake, würzig statt sauer.

Citrons confits sind ganze, wochenlang in Salzlake gereifte Zitronen aus dem Pariser Haus Bornibus. Verwendet wird die Schale, nicht der Saft. Keine Zitronenpaste, kein Zitronenpulver, kein Ersatz für frische Zitrone.

Citrons confits sind in Salz eingelegte Zitronen der Maison Bornibus, deren Schale nach Wochen in der Lake weich und würzig genug zum Mitkochen wird. Frischer Zitronensaft hat im Schmortopf ein bekanntes Problem: Er bringt Säure, aber keine Tiefe. Nach zwanzig Minuten Garzeit ist davon kaum etwas übrig.

Salzzitronen verhalten sich umgekehrt. Ihre Schale gibt über die gesamte Garzeit eine salzig-zitrische Würze ab, die sich mit Fond und Fett verbindet, statt darin zu verschwinden. Genau deshalb steht das Glas in nordafrikanischen Küchen griffbereit neben dem Herd. Es ersetzt dort keine Zitrone, sondern übernimmt eine eigene Aufgabe.

Salz zuerst, Säure danach, Bitterkeit als Grundton

Wer ein Stück Schale pur probiert, schmeckt drei Ebenen nacheinander: erst Salz, dann eine gerundete Säure, darunter eine warme, beinahe blumige Zitrusnote. Frische Zitrone kennt diese dritte Ebene nicht.

Die Frucht kommt goldgelb aus dem Glas und liegt schwer in der Hand. Die Schale ist zart genug, um sie mit dem Messerrücken zu schaben, und behält dabei ihren Biss. Das Fruchtfleisch darunter ist mürbe, wässrig und sehr kräftig gesalzen — es wird herausgekratzt und weggeworfen. Was bleibt, ist eine schmale, aber sehr konzentrierte Zone zwischen Schale und Innenhaut.

Die Intensität wird regelmäßig unterschätzt. Ein Viertel Schale würzt einen Schmortopf für vier Personen vollständig durch. Zwei Viertel machen daraus ein salziges Gericht mit Zitrusnote, und das ist selten gewollt. Dosieren Sie beim ersten Mal knapper, als das Rezept vorgibt.

Im Duft steht die Salzlake vorn, dahinter eine gekochte, marmeladige Zitrusnote. Sie erinnert eher an Zitronenkonfitüre als an aufgeschnittene Frucht. Wer die Nase über das offene Glas hält, versteht sofort, dass hier etwas anderes vorliegt als Zitrone.

Wer die spritzige Helligkeit von frisch gepresstem Saft erwartet, wird Salzzitronen als zu salzig und zu wenig frisch empfinden. Für Zitronenkuchen, Sorbet oder eine klare Vinaigrette sind sie nicht geeignet. Ihre Stärke liegt in der Länge, nicht in der Spitze.

Salzzitronen früh in den Topf, sparsam in den Salat

Die Schale braucht Zeit im Fond, deshalb kommt sie früh dazu und nicht als Finish. In der Lammtajine mit Oliven wandert sie gemeinsam mit den Zwiebeln in den Topf und schmort eine Stunde mit.

Vier Anwendungen, die zuverlässig funktionieren. Ein Viertel Schale in schmalen Streifen zum Hähnchen mit Ingwer und Safran, von Beginn an mitgeschmort. Ein halber Teelöffel fein gehackt in Joghurt mit Olivenöl, als Dip zu gebratenem Gemüse. Ein knapper Teelöffel in eine Salsa verde zu gegrilltem Fisch, kurz vor dem Servieren untergehoben. Und ein Streifen in den warmen Linsensalat, zusammen mit einem Löffel Dijon-Senf aus demselben Haus.

Über die nordafrikanische Küche hinaus trägt die Schale weiter, als viele annehmen. In einer Gremolata ersetzt sie den Abrieb frischer Zitrone und gibt dem Ossobuco eine salzige Kante. Unter zerlassene Butter gerührt passt sie zu Ofenkartoffeln, zu Blumenkohl aus dem Backofen und zu kurz gebratenen Jakobsmuscheln.

Kalt und warm verhält sich die Schale unterschiedlich. Im Schmorgericht verteilt sie sich und verschwindet als eigenständige Zutat. Kalt gehackt bleibt sie als kleiner, salziger Akzent spürbar und braucht deshalb eine noch knappere Hand.

Gut zu wissen: Spülen Sie das Stück kurz ab und reduzieren Sie das Salz im Rezept um etwa ein Drittel. Die Lake ist kein Abfall — ein Löffel davon würzt eine Vinaigrette oder das Kochwasser für Couscous. Wer nur gelegentlich nordafrikanisch kocht, wird das große Glas als zu reichlich empfinden.

Wie aus Wochen in Salz eine essbare Schale wird

Rohe Zitronenschale ist fest und bitter. Kein Schmorgericht verträgt sie in dieser Form. Das Salz ändert beides, und zwar langsam.

Über Wochen zieht es durch Osmose Wasser aus der Frucht. Die Zellwände geben nach, das Pektin in der weißen Innenhaut lockert sich, und die Bitterstoffe der Schale treten spürbar zurück. Übrig bleibt eine Schale, die sich schneiden lässt wie weiches Gemüse. Dieselbe Reifung rundet die Säure: Aus der harten Spitze frischer Zitrone wird eine getragene, salzig unterlegte Würze.

Entscheidend ist dabei die Salzkonzentration. Ist sie zu niedrig, setzt statt der kontrollierten Reifung eine unerwünschte Gärung ein und die Lake trübt sich. Ist sie zu hoch, bleibt die Schale fest und lässt sich nicht schneiden. Der Korridor dazwischen ist schmaler, als es beim Blick ins Glas aussieht.

Die Technik stammt nicht aus Frankreich, sondern aus dem Maghreb. Sie kam über die französisch-nordafrikanischen Küchentraditionen nach Paris und gehört dort seit Jahrzehnten zum Repertoire der Feinkosthäuser. Was in Marokko Hausvorrat ist, wurde in Frankreich zum eingelegten Produkt im Glas.

Die Maison Bornibus stellt seit 1861 in Paris Senf und Essigkonserven her und beherrscht das Einlegen als Handwerk seit Generationen. Für dieses Glas werden die Früchte ganz eingelegt und nicht geviertelt. Die geschlossene Frucht reift gleichmäßiger, behält Form und Farbe und trocknet an den Schnittkanten nicht aus. Das große Gebinde entspricht der Gastronomiegröße des Hauses und richtet sich an Vielkocher, nicht an den Gelegenheitsbedarf.

Warum Citrons confits mehr sind als gesalzene Zitronen

Der Unterschied zum selbst angesetzten Glas liegt in der Zeit und in der Verlässlichkeit. Vier bis sechs Wochen dauert es in der eigenen Küche, bis die Schale mürbe ist, und das Ergebnis schwankt mit Salzmenge, Zitronensorte und Raumtemperatur.

Hier ist die Reifung abgeschlossen, wenn das Glas geöffnet wird. Unter der Lake und kühl gestellt halten sich die Früchte danach über Monate. Nehmen Sie ein Stück heraus, schieben Sie den Rest wieder vollständig unter die Oberfläche.

Hinzu kommt die Menge. Ein einzelnes Glas aus dem Supermarkt ist nach zwei Tajines leer, dieses reicht über eine ganze Saison. Für Haushalte, die einmal im Jahr marokkanisch kochen, ist das die falsche Größe — für alle anderen erspart es das ständige Nachkaufen.

Als Mitbringsel funktioniert das Glas bei Menschen, die marokkanisch oder levantinisch kochen und den Aufwand des Selbstansetzens aus eigener Erfahrung kennen. Wer beim Würzen gern in dieselbe Richtung weiterarbeitet, kombiniert es mit einer Mischung wie Ras el Hanout.

Ein Glas, das aus einem geschmorten Hähnchen ein nordafrikanisches Gericht macht — mit einem einzigen Viertel Schale.

Maison Bornibus

Maison Bornibus ist eine traditionsreiche Feinkostmarke aus Paris, gegründet 1861 von Alexandre Bornibus, dem „Senfkönig Frankreichs“. Die Manufaktur wurde für ihre innovativen Dijon-Senf-Rezepturen und soziale Unternehmensführung bekannt. Heute steht Bornibus für edlen Senf, feine Mayonnaisen mit frischen Eiern und knackige Cornichons – stilvoll verpackt und geschmacklich auf höchstem Niveau. Feinkost mit Geschichte – Bornibus vereint Pariser Tradition mit feinem Genuss.


Nährwertangaben

Nährwertangaben je

100g / ml

Energie (kJ)

71 kJ

Energie (kcal)

18 kcal

Fett

< 0,5 g

davon gesättigte Fettsäuren

0,10 g

Kohlenhydrate

< 0,5 g

davon Zucker

< 0,5 g

Eiweiß

< 0,5 g

Salz

5,50 g

Alkoholgehalt

Alkoholgehalt

% vol

Zutaten

Zutaten

Zitronen, Wasser, Salz, Säuerungsmittel: Citronensäure, Essigsäure; Antioxidationsmittel: Ascorbinsäure; Festigungsmittel: Calciumchlorid

Allergene

Inverkehrbringer

Maison Bornibus
Casimex Fine Foods GmbH
Leclerc, 94410 Saint-Maurice, Frankreich

+33 1 43 77 69 82
casimex@casimex.fr
casimex.fr