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Easton Reed

Banana Ketchup

Bananen-Ketchup mit Mango, Tomate und mildem Curry

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Banana Ketchup. Banane vor Tomate, Mango dahinter, mildes Curry darüber.

Banana Ketchup ist ein fruchtiger Ketchup von Easton Reed aus Bananenpüree, Tomatenmark und Mango, gewürzt mit mildem Curry und Zimt. Kein Tomatenketchup, kein Fruchtaufstrich, keine scharfe Sauce.

Banana Ketchup ist der Bananen-Ketchup von Easton Reed im 280-Milliliter-Glas, in dem Bananenpüree mit 25 Prozent knapp vor dem Tomatenmark steht.

Der Deckel geht auf, und darunter liegt ein helles Orangerot, das mit einer roten Ketchupflasche wenig gemein hat. Zuerst steigt reife Banane auf, dahinter warmes Curry.

Auf dem Löffel bleibt die Masse dick und glänzend stehen und fließt nur langsam nach. Neben einem gegrillten Hähnchenschenkel ist der Teller damit fertig gewürzt.

Banane vorn, Tomate in der Mitte, Curry zuletzt

Der Geschmack läuft in drei Schichten ab, und die Tomate steht dabei in der Mitte.

Die Banane kommt weich und rund, ohne den parfümierten Ton, den ein Bananenaroma mitbringen würde. Ein Säurezusatz hält das Püree hell, sonst würde die Frucht im Glas nachdunkeln.

Darüber legt die Mango eine zweite, hellere Frucht mit einer leicht harzigen Spitze. Sie ist der Grund, warum dieser Ketchup tropisch schmeckt und nicht bloß süß.

Erst danach kommt die Tomate ins Spiel, und zwar in zwei Formen. Doppelt konzentriertes Tomatenmark liefert Farbe und Tiefe, gewürfelte Tomaten bringen Säure und eine leichte Struktur mit.

Das Curry meldet sich zum Schluss, mild und warm, mit einer erdigen Note im Hintergrund. Der Zimt bleibt unter einem Prozent und schiebt nur eine süßliche Wärme nach.

An Gebäck erinnert das an keiner Stelle, dafür ist die Dosierung zu knapp. Zwiebel und Knoblauch stehen weit hinten in der Rezeptur und liefern die herzhafte Grundierung.

Mit 2,2 Gramm Salz je 100 Gramm ist dieses Glas kräftig gewürzt. Genau das hält den Ketchup auf der herzhaften Seite, obwohl ein Viertel des Inhalts aus Banane besteht.

Wer den geraden, säuerlichen Tomatengeschmack eines gewöhnlichen Ketchups erwartet, wird ihn als zu fruchtig empfinden. Eine schärfende Zutat fehlt der Rezeptur vollständig.

Zum Hähnchen ersetzt er Marinade und Dip zugleich

Am stärksten arbeitet dieser Ketchup dort, wo Fleisch Röstaromen mitbringt und die Frucht etwas Helles dagegensetzt.

Streichen Sie zwei Esslöffel erst in den letzten Minuten auf Hähnchenschenkel. Der Fruchtzucker dunkelt schnell nach, wenn er zu früh auf die Hitze kommt.

Für eine Marinade verrühren Sie drei Esslöffel mit einem Esslöffel Öl und einem Spritzer Sojasauce. 500 Gramm Hähnchenwürfel ziehen darin eine halbe Stunde und kommen danach heiß in die Pfanne.

In gebratenem Reis reicht ein Esslöffel für vier Portionen, untergehoben kurz vor dem Servieren. Zu gebratenem Fisch fängt die Frucht die Salzigkeit auf, ein Teelöffel je Filet genügt.

Als Dip steht das Glas neben Süßkartoffelpommes, Frühlingsrollen und frittiertem Gemüse. Auf einem Käsetoast mit reifem Cheddar erledigt ein Löffel die Arbeit von Chutney und Würzsauce zugleich.

Wer es tomatig und klassisch mag, greift zum Ketchup mit Paprika und Zwiebel. Erdig wird es mit dem Trüffel-Ketchup, und die übrigen Sorten stehen im Regal für Ketchup und Relish.

Auch die Bratwurst vom Rost profitiert von einem Umweg. Rühren Sie drei Esslöffel mit einem gestrichenen Teelöffel Currypulver an, dann entsteht eine fruchtige Variante der bekannten Currysauce.

Für Einsteiger: Rühren Sie ihn nicht in eine lange kochende Sauce, dort verliert die Frucht ihre Frische innerhalb weniger Minuten. Für kalte Saucen auf Mayonnaisebasis ist er ebenfalls nicht geeignet.

Ketchup war jahrhundertelang eine Sauce ohne Tomate

Das Wort Ketchup stammt nicht aus der Tomatenküche, sondern aus dem südostasiatischen Handel mit gesalzenem Fisch.

Gemeint war ursprünglich die gewürzte Lake fermentierter Fische, wie sie in Südchina und im heutigen Indonesien üblich war. Englische Seefahrer brachten das Wort im 17. Jahrhundert mit nach Hause.

Die ersten englischen Ketchups wurden aus Champignons, Walnüssen oder Sardellen gekocht. Tomaten kamen darin nicht vor, und lange schien das auch niemandem zu fehlen.

Erst im frühen 19. Jahrhundert setzte sich in den Vereinigten Staaten die Tomate als Grundlage durch. Ketchup bezeichnet also von Haus aus eine Gattung, kein festes Rezept.

Der Bananen-Ketchup gehört in diese Gattung, und er entstand aus einem Mangel. Auf den Philippinen fehlten in den vierziger Jahren Tomaten, Bananen dagegen gab es reichlich.

Die Lebensmittelchemikerin Maria Ylagan Orosa gilt dort bis heute als Urheberin der Idee. Sie arbeitete daran, importierte Zutaten durch heimische zu ersetzen, und die Banane war die naheliegendste davon.

Das philippinische Original wird meist rot eingefärbt, damit es im Regal nach Tomatenketchup aussieht. In diesem Glas übernimmt echtes Tomatenmark diese Aufgabe, weshalb die Farbe ins Orange geht.

Hinter Easton Reed steht Ryan's Specialties in Augsburg, ein Haus mit amerikanisch geprägtem Sortiment. Dieser Ketchup ist darin die einzige Rezeptur, deren Ursprung nicht in Nordamerika liegt.

Ein weiterer Unterschied zum Original steckt in den Mengenverhältnissen. Dort trägt die Banane die Sauce fast allein, hier steht die Tomate mit 24 Prozent beinahe gleichauf.

Das rückt den Geschmack näher an das, was hierzulande als Ketchup gilt. Der Einstieg fällt damit leichter, und die tropische Seite bleibt trotzdem deutlich erkennbar.

In amerikanische Regale kam die Sorte über die philippinischen Gemeinden des Landes. Dort steht sie längst neben dem Tomatenketchup, und diese Nachbarschaft bildet die Reihe hier ab.

Fruchtig im Glas und trotzdem eine Würzsauce

Was diesen Ketchup von einem Mango-Chutney trennt, ist weniger der Geschmack als die Dosierung. Er wird esslöffelweise über den Teller gegeben, nicht als Beilage danebengesetzt.

Große Fruchtstücke fehlen, nur die gewürfelte Tomate hinterlässt etwas Struktur. Die Masse bleibt streichfähig und läuft auf einem warmen Teller nicht auseinander.

Die Farbe verrät die Bauart schon vor dem ersten Löffel. Ein reiner Tomatenketchup leuchtet dunkelrot, dieses Glas liegt deutlich heller und geht ins Orange.

Verantwortlich dafür ist das Verhältnis der beiden Hauptzutaten. Ein Viertel Banane und ein knappes Viertel Tomatenmark ergeben zusammen eine Farbe, die keine der beiden Früchte allein hätte.

Auf dem Frühstücksbrot hat das Glas nichts verloren, dafür ist es zu deutlich gewürzt. Wer sichtbare Fruchtstücke und eine kräutrige Note sucht, ist bei einem Chutney besser aufgehoben.

Angebrochen gehört der Ketchup in den Kühlschrank und bleibt dort mehrere Wochen gießfähig. Vor dem Servieren einmal durchrühren genügt, falls sich oben etwas Flüssigkeit abgesetzt hat.

Als Mitbringsel funktioniert er bei Menschen, die ohnehin mehrere Sorten Ketchup im Kühlschrank stehen haben. Zusammen mit zwei weiteren Sorten des Hauses steht auf dem Tisch eine kleine Reihe zum Vergleichen.

Einmal Bananen-Ketchup neben das gegrillte Hähnchen gestellt, und die rote Flasche daneben wirkt beim nächsten Teller auffallend eintönig.

Easton Reed

Hinter Easton Reed steht Ryan's Specialties in Augsburg, ein Haus, das seit über zwanzig Jahren amerikanische Feinkost nach Deutschland holt. Die Marke bündelt, was in der Küche der Südstaaten und der amerikanischen Ostküste auf dem Tisch steht: Barbecuesaucen mit Melasse, Honig oder geräucherter Chipotle, fruchtige Fine Pairings für die Käseplatte, Ketchup jenseits der Standardflasche und Honig-Senf für Wings und Dressings.

Gekocht wird in Europa, nach Rezepturen mit amerikanischer Handschrift. Die Saucen kommen in der schlanken Glasflasche zu 260 Millilitern, die Fine Pairings im 230-Gramm-Glas. Auf jedem Etikett steht das Motto des Hauses: Crafted for the Love of Food.


Nährwertangaben

Nährwertangaben je

100g / ml

Energie (kJ)

500 kJ

Energie (kcal)

118 kcal

Fett

<0,5 g

davon gesättigte Fettsäuren

0 g

Kohlenhydrate

27 g

davon Zucker

24 g

Eiweiß

2,0 g

Salz

2,2 g

Alkoholgehalt

Alkoholgehalt

% vol

Zutaten

Zutaten

Bananenpüree (25%) (Bananenpüree, Säuerungsmittel: Citronensäure, Säuerungsmittel: Ascorbinsäure), Tomatenmark (24%), Mangopüree (Mangopüree, Säuerungsmittel: Ascorbinsäure), Zucker, Branntweinessig, gewürfelte Tomaten (7%) (frische Tomaten, Tomatensaft, Festigungsmittel: Calciumchlorid, Säuerungsmittel: Citronensäure), Speisesalz, Stärke, Zitronensaftkonzentrat, Zwiebel, Knoblauch, Curry (enthält Senf), Zimt (<1%)

Allergene

Senf

Inverkehrbringer

Easton Reed
Ryan's Specialties GmbH & Co. KG
Martinipark, Gebäude C1, Provinostraße 52, 86153 Augsburg

+49 821 455 254 00
info@american-heritage.de
american-heritage.de