Limoncello Spritz: das Original-Rezept — und die alkoholfreie Variante
Der Limoncello Spritz hat den Aperol Spritz in vielen italienischen Bars längst eingeholt: heller, frischer, zitroniger. Das Gute daran — Sie brauchen nur drei Zutaten und zwei Minuten. Hier ist das Originalrezept im klassischen Verhältnis 3:2:1, dazu die Antwort auf die wichtigste Frage: Welcher Limoncello gehört hinein?
Limoncello Spritz — das Rezept
Zutaten für 1 Glas:
- 90 ml Prosecco, gut gekühlt (3 Teile)
- 60 ml Limoncello, gut gekühlt (2 Teile)
- 30 ml Sodawasser oder Mineralwasser mit viel Kohlensäure (1 Teil)
- Eiswürfel, 1 Zitronenscheibe, nach Belieben 1 Zweig frische Minze oder Rosmarin
Zubereitung:
- Ein großes Weinglas vollständig mit Eiswürfeln füllen.
- Limoncello angießen, dann den Prosecco langsam dazugeben.
- Mit Soda auffüllen, einmal sanft umrühren, mit Zitronenscheibe garnieren. Fertig.
Wichtig: Erst der Limoncello, dann der Prosecco — so verbindet sich beides, ohne dass die Kohlensäure verloren geht.
Welcher Limoncello eignet sich?
Der Spritz steht und fällt mit dem Limoncello. Industrieware schmeckt oft nur süß und parfümiert — ein handwerklich hergestellter Zitronenlikör bringt dagegen echte Zitrusfrucht und eine feine Bitternote ins Glas. Aus unserem Sortiment passen:
- Limoncello il Convento — der Klassiker aus Sorrent, aus handverarbeiteten Zitronen des Klostergartens, mit angenehmer Bitternote.
- Limoncello Artigiano der Feinbrennerei Sasse — handwerklich gebrannt, mit kräftiger Zitrusnote.
So wird er original italienisch
Drei Details unterscheiden den Bar-Spritz von der improvisierten Version zu Hause:
- Das Verhältnis 3:2:1. Drei Teile Prosecco, zwei Teile Limoncello, ein Teil Soda. Wer es leichter mag, nimmt nur einen Teil Limoncello — süßer sollte es aber nicht werden.
- Alles eiskalt. Limoncello gehört ohnehin in den Kühlschrank (nach dem Öffnen sowieso), der Prosecco ebenfalls. Warme Zutaten verwässern das Glas, weil das Eis zu schnell schmilzt.
- Das große Glas. Ein bauchiges Weinglas mit viel Eis — nicht die Sektflöte. Das Eis kühlt, verdünnt kaum und lässt das Aroma atmen.
Limoncello Spritz alkoholfrei
Die gute Nachricht: Kaum ein Spritz lässt sich so überzeugend alkoholfrei bauen wie dieser — die Zitrone trägt den Geschmack, nicht der Alkohol. Sie brauchen zwei Bausteine:
- Einen alkoholfreien Zitronenlikör wie den Wellpaero Limoncello – alkoholfrei von der Feinbrennerei Sasse.
- Einen alkoholfreien Sekt oder Schaumwein als Prosecco-Ersatz — welcher wirklich nach Sekt schmeckt, haben wir hier verglichen.
Zubereitung wie oben, gleiches Verhältnis. Mehr Ideen für Apéro ohne Alkohol finden Sie in unseren 10 alkoholfreien Cocktail-Rezepten — und wer den orangen Klassiker vermisst: Aperol Spritz gibt es ebenfalls alkoholfrei.
Drei Varianten für den Sommer
- Mit Rosmarin: Ein Zweig im Glas gibt eine harzige, mediterrane Note — passt hervorragend zur Zitrone.
- Mit Minze und Limette: Rückt den Spritz Richtung Hugo — frischer, etwas grüner.
- Als Sgroppino-Variante: Eine kleine Kugel Zitronensorbet statt Soda ins Glas — halb Drink, halb Dessert.
Häufige Fragen
Wie trinkt man Limoncello klassisch?
Pur, eiskalt, aus kleinen Gläsern — in Italien traditionell als Digestif nach dem Essen. Der Spritz ist die Aperitif-Schwester: verdünnt, spritzig, fürs frühe Abendlicht statt für den Abschluss.
Kann ich statt Prosecco Sekt oder Champagner nehmen?
Ja. Trockener Sekt funktioniert gut, Champagner ist erlaubt, aber fast zu schade — die feine Perlage geht neben der kräftigen Zitrone unter. Wichtig ist vor allem: trocken (brut), nicht halbtrocken.
Wie viel Alkohol hat ein Limoncello Spritz?
Je nach Limoncello (üblich sind 25–34 % Vol.) landet das fertige Glas bei etwa 11–14 % Vol. — vergleichbar mit einem Glas Wein. Die alkoholfreie Variante oben kommt auf 0,0 bis 0,5 % Vol.